Wenn Dein Zuhause zur Arbeitsstätte, zum Hotel Mama oder überhaupt zur Familiensammelstelle wird, raubt Dir das schnell alle Energie.

Du fühlst Dich erschöpft, müde, gereizt. Am liebsten möchtest Du Dich den ganzen Tag im Bett verkriechen und Dir die Decke über den Kopf ziehen, um einfach mal zur Ruhe zu kommen.

Spreche ich Dir aus der Seele? Dann ist es höchste Zeit, dass Du etwas änderst und Dir selbst einen „Wohnfühlort“ schaffst. Sonst wirst Du über kurz oder lang nur abgestumpfter oder zerbrichst an Deinen inneren Gefühlen und Kämpfen. In diesem Beitrag möchte ich Dir zeigen, wie Du Dir zuhause einen „Kraftplatz“ einrichten kannst.

Du brauchst einen Ort zum Energie tanken

Und wo soll dieser Ort sein, wenn nicht in Deinem Zuhause – dort, wo Deine Räumlichkeiten (hoffentlich) Dein Wesen widerspiegeln. Ich weiß aber aus eigener Erfahrung, dass es manchmal extrem schwierig sein kann, in den privaten vier Wänden einen Platz zu finden, der Ruhe und Entspannung ausstrahlt beziehungsweise verspricht. Es gibt verschiedene Umstände, die diese Schwierigkeiten begünstigen. Hier einige Beispiele im Überblick:

  • zu zweit oder dritt in einer 1-Zimmer Wohnung hausen, sodass es keine Möglichkeit gibt, sich frei zu bewegen
  • der kleine Wohnraum fungiert gleichzeitig auch als Arbeitsplatz, sodass eine Trennung von Arbeit und Freizeit wahnsinnig schwer fällt
  • das Zuhause ist mit Möbeln und anderen Gegenständen vollgestopft, sodass es sich nur noch beengt anfühlt
  • tagsüber muss gearbeitet werden und abends der Haushalt geführt werden, sodass so gut wie keine Zeit für Erholung bleibt

In diesen Fällen ist es nur logisch, das Du Dich mit der Zeit ausgelaugt fühlst, selbst wenn Du die Gegebenheiten zuvor vielleicht viele Monate oder sogar Jahre ertragen hast. Irgendwann kommt zwangsläufig der Moment, an dem Du es nicht mehr aushalten kannst – und das ist völlig normal und definitiv nichts, was Du Dir vorwerfen solltest.

Aber: Egal wie schlecht die Umstände sind – Du hast es stets zumindest zu einem gewissen Teil selbst in der Hand sie zu verbessern. Oft ist nur ein kleiner oder auch größerer Anstoß von außen erforderlich, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, etwa ein Workshop, der hilft, einen sinnvollen – realistischen! – Plan zu schmieden und konsequent umzusetzen.

Wie Du Dir Deinen Wohnfühlort schaffen kannst

Je nachdem, welche Umstände Dich gegenwärtig daran hindern, zuhause Energie zu tanken, stehen Dir unterschiedliche Wege offen, um endlich diesem Negativstrudel zu entkommen, der Dich äußerlich und innerlich stresst und dazu führt, dass Dir selbst die einfachsten Dinge total schwer fallen. Anhand der oben exemplarisch erwähnten Umstände will ich Dir ebenso beispielhaft zeigen, was Du unternehmen kannst, um Dein Zuhause zu einem Wohnfühlort zu machen.

1. Zu zweit oder dritt in der 1-Zimmer Wohnung

Schaffe Dir innerhalb des Wohn-/Schlafzimmers oder gegebenfalls der Küche, im Bad oder dem Balkon/Terrasse (sofern vorhanden) einen eigenen Platz, der nur Dir gehört und der das umfasst, was Du Dir wünscht – etwa einen Sitzsack und ein Buch oder einen Musikplayer.

2. Wohnraum und Arbeitsplatz in einem

Lege klar fest, in welchem Raum Du arbeitest und welche Zimmer einzig und allein für die Freizeit reserviert sind – und halte Dich daran.

3. Vollgestopftes Zuhause

Lerne, Dich von allen Möbeln und Gegenständen zu trennen, die letzten Endes nur unnötiger Ballast sind und die positive Energie daran hindern, frei zu fließen

4. Wohnung ist nur mit Haushalt assoziiert

Erstelle Dir einen Haushaltsplan, in den Du ganz bewusst freie Stunden integrierst – etwa an jedem zweiten Tag. Oft ist es nämlich gar nicht der tatsächliche Mangel an Zeit, sondern die innerliche -festgefahrene – Routine, die es einem verwehrt, sich der Entspannung hinzugeben. Und mal ehrlich: was passiert denn schon groß, wenn Du manche Aufgaben wie Putzen oder Wäsche waschen einfach mal lässt und am nächsten Tag beziehungsweise an einem an sich schon ruhigerem Tag erledigst? Eben, nichts Dramatisches…..Zum Relaxen solltest Du Dir natürlich einen Platz wählen, der Dich nicht ständig an die „versäumten“ Haushaltstätigkeiten erinnert.

Das Wichtigste ist immer, dass Du Dich an Deinem selbst erschaffenen Wohnfühlort auch wirklich wohl fühlst. Das erkennst Du daran, dass Du frei atmen, negative Emotionen erfolgreich umwandeln und Dich einfach fallen lassen kannst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.